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Wo fließen die Spendengelder 2017 hin?

Auch im BC-Jahr 2017 werden wir mit den Spendengeldern neben einem Forschungsprojekt ein soziales Projekt fördern. 75 % der Spenden gehen an das Forschungsprojekt von Prof. Dr. Klein zum Thema Metastasenbildung. Er versucht gezielt Zellen zu identifizieren, die für die Metastasenbildung verantwortlich sind und diese daran hindern sich in andere Organe einzunisten. Daneben werden wir die Palliativmedizin fördern. Mit 25 % der Spendengelder wird die Erarbeitung eines Ärzteleitfadens unterstützt, der dazu dient eine einheitliche Palliativbehandlung sicherzustellen.

Forschungsprojekt von Herr Professor Dr. Christoph Klein

Herr Prof. Dr. Christoph Klein leitet an der Universität Regensburg ein Projekt, dass sich mit der Frage beschäftigt: Wie entwickeln sich aus Tumorzellen Metastasen?

Vermutlich kennt jeder eine solche Geschichte: Jemand erkrankt an Krebs, wird behandelt und der Krebs scheint besiegt. Jahre später taucht allerdings erneut ein Tumor auf: das gefürchtete Rezidiv.

Verantwortlich dafür sind Zellen, die sich vom ursprünglichen Tumor gelöst haben und nach jahrlangem Schlummern an anderer Stelle zu lebensbedrohlichen Tochtergeschwülsten heranwachsen.

Die Fragen, die Prof. Dr. Klein mit Hilfe des Forschungsprojektes beantworten möchte, lauten:

  • Wie kommt es, dass sich aus schlafenden Tumorzellen Metastasen entwickeln?
  • Wieso können sie jahrelang unerkannt bleiben?
  • Und welche Wege nutzen sie, um zu überleben?

Wenn es gelingt, diese bislang wenig bekannten Zusammenhänge zu erkennen, könnte dies das Leben vieler Krebspatienten entscheidend verändern. Durch zielgerichtete, weniger belastende Chemotherapien und Bestrahlungen und durch Medikamente, die die Ansiedlung gestreuter Tumorzellen im Körper dauerhaft verhindern.


 

Palliativmedizin - Leitlinie für Ärzte

Das Klinikum der Universität München führt ein Forschungsprojekt zur Verbesserung der Standards in der Palliativmedizin durch. Durch Ihre Unterstützung wird eine Leitlinie für Ärzte entwickelt, um eine einheitliche Palliativbehandlung zu gewährleisten.

Auf einen Blick – Was ist Palliativmedizin?
Der Leitgedanke der Palliativmedizin ist die würdevolle Begleitung des Menschen mit einer nicht heilbaren, lebensbedrohlichen Erkrankung.
Die Behandlung zielt dann nicht mehr auf Heilung und Lebensverlängerung ab, sondern auf Bewahren und Verbessern der Lebensqualität in der verbleibenden Lebenszeit. In dieser Lebensphase geht es vor allem darum:
• Beschwerden zu lindern;
• unnötige Belastung durch Untersuchungen und Behandlungen zu vermeiden;
• sowie den schwerkranken oder sterbenden Menschen pflegerisch, psychosozial und spirituell zu begleiten.
Die palliativmedizinische Versorgung berücksichtigt immer auch die Bedürfnisse der Angehörigen vor und nach dem Tod der Patientin oder des Patienten.

Dies ist ein Ausschnitt des im folgenden abrufbaren Patientenleitfadens. Dieser verdeutlicht, worum es bei der Palliativmedizin geht. Gefördert wird die Erstellung eines Ärzteleitfadens.



Wo flossen die Spendengelder 2016 hin?

Im BC-Jahr 2016 wurde mit den Spendengeldern erstmalig nicht nur ein Forschungsprojekt, sondern auch ein soziales Projekt gefördert. Ein Großteil der Spendengelder kam dem auf Tumorerkrankungen der Leber ausgerichteten Forschungsprojekt von Herrn Prof. Dr. Tom Lüdde zu Gute. Daneben wurde mit einem Teil der Spendengelder das INFONETZ KREBS der Deutschen Krebshilfe unterstützt.

 

Forschungsprojekt von Herr Prof. Dr. Tom Lüdde

Herr Prof. Dr. Tom Lüdde wird bei einer Stiftungsproffesur der Deutschen Krebshilfe Gastroenterologie, Hepatologie sowie Gastrointestinale und Hepatobiliäre Onkologie unterstützt. Zu den Hintergründen des Projektes:

Tumorerkrankungen der Leber sind weltweit auf dem Vormarsch und stellen eine der größten Herausforderungen im Bereich der Krebserkrankungen dar. Zum einen nimmt die Zahl an Neuerkrankungen weltweit extrem stark zu (am stärksten von allen Krebserkrankungen), zum anderen sind die Behandlungsmöglichkeiten noch immer limitiert. Der wichtigste Grund für die starke Zunahme von Leberkrebs besteht darin, dass diese Tumorerkrankung fast immer auf dem Boden einer chronischen Leberentzündung entsteht.
Eine chronische Entzündung der Leber kann verschiedene Ursachen haben. Die wichtigste war bisher das Vorliegen einer Virushepatitis. Daneben wird aber eine chronische Entzündung im Rahmen einer sogenannten Fettlebererkrankung eine immer wichtigere Ursache für Leberkrebs. Eine Fettlebererkrankung ist bedingt durch das zunehmende Problem von Übergewicht durch mangelnde Bewegung und falsche Ernährung in Industrieländern.
Angesichts dieser Entwicklung haben viele Förderorganisationen weltweit zum Kampf gegen Leberkrebs aufgerufen. Das durch die Deutsche Krebshilfe geförderte Projekt von Prof. Dr. Tom Lüdde aus Aachen hat sich zum Ziel gesetzt, genauer zu untersuchen, welche molekularen Mechanismen in verschiedenen Zellen der Leber ablaufen, wenn aus einer Entzündung Krebs entsteht.

Interessanterweise wurde kürzlich gezeigt, dass neben dem Leberkrebs auch bei anderen Tumorerkrankungen - beispielsweise dem Pankreaskarzinom - ein Zusammenhang zwischen Entzündungsprozessen und der Tumorentstehung besteht. Dies verdeutlicht, dass eine genauere Erforschung der molekularen Mechanismen der Tumorentstehung aus einer Entzündung dringend erforderlich ist.
Die Ergebnisse des Projektes können dazu führen, dass zum einen durch neue Untersuchungsmethoden festgestellt werden kann, welche Patienten ein besonders hohes Risiko haben, bald einen Leberkrebs zu entwickeln. Dadurch könnte rechtzeitig eine Therapie begonnen werden. Die Forscher hoffen außerdem als ferneres Ziel, durch ihr Projekt die Grundlage für neue Medikamente legen zu können, mit denen in Zukunft die Krebsentstehung vielleicht verhindert werden kann.

 


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INFONETZ KREBS

Die Deutsche Krebshilfe bietet mit dem INFONETZ KREBS eine Plattform an, auf der Betroffene und Angehörige fundierte Informationen erhalten und im telefonischen Beratungsgespräch die Möglichkeit haben konkrete Fragen zu stellen. 

Die Diagnose Krebs verändert das gesamte Leben. In dieser Situation stellen sich sowohl dem Betroffenen, als auch den Angehörigen viele Fragen. Das Team des INFONETZ KREBS bietet eine Beratung in allen Phasen der Erkrankung und beantwortet Fragen nach dem aktuellen Stand der Medizin und Wissenschaft. Es bietet eine themenbezogene Anlaufstellen, bei der man sich Zeit für den Ratsuchenden nimmt. Sie erreichen das INFONETZ KREBS unter www.infonetz-krebs.de.

 

Die INFONETZ KREBS - Hotline:

Tel.: 0800 / 80 70 88 77 (kostenfrei) Mo bis Fr 8 – 17 Uhr


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Wo flossen die Spendengelder 2015 hin?

 

Im BC-Jahr 2015 haben wir uns für folgendes Projekt unter Führung von Dr. Hudecek entschieden.

 

Engineering von ROR1-CAR modifizierten T-Zellen für die adoptive Immuntherapie von ROR1+ Tumoren

 

T-Zellen als Auftragskiller gegen Tumore - Immunzellen lassen sich genetisch so verändern, dass sie Krebszellen angreifen.

 

Es klingt wie in einem Gangsterfilm – die T-Zellen der Immunabwehr werden angeheuert, um einen bösartigen Tumor auszuschalten. Die Auftraggeber: der Patient und sein Ärzteteam. Dies könnte für viele Krebspatienten schon bald zur Realität werden, so hoffen Forscher der Universität Würzburg.

Die Würzburger Wissenschaftler machen sich dazu eine grundlegende Eigenschaft der T-Zellen zunutze: die hochspezialisierten Abwehrzellen wandern durch den Körper und halten nach potenziell gefährlichen Objekten Ausschau, wie etwa Krankheitserregern oder bösartig veränderten Körperzellen. Diese Schädlinge tragen auf ihrer Zelloberfläche häufig andere Moleküle als gesunde Körperzellen. Trifft nun eine T-Zelle auf eine solche Bedrohung, erkennt sie diese und greift an.

In Vorarbeiten ist es dem Forscherteam bereits gelungen, T-Zellen genetisch so zu verändern, dass sie das Molekül mit dem wissenschaftlichen Namen ROR1 erkennen. Bösartige Zellen mit ROR1 finden sich häufig bei Leukämien und Lymphomen, aber auch bei Brust-, Lungen- oder Nierenkrebs.

Derzeit arbeiten die Würzburger Wissenschaftler daran, ihre Therapiestrategie auf die Anwendung in der klinischen Praxis vorzubereiten. Ihr Ziel: Zukünftig werden dem Patienten T-Zellen entnommen, scharf gemacht und wieder zurückgegeben. Dort machen sie sich sofort daran, ihren Auftrag zu erfüllen: die Auslöschung der Krebszellen. Da ROR1 in gesunden Zellen gar nicht oder nur sehr selten vorkommt, versprechen sich die Forscher zudem eine schonende Behandlung ohne oder nur mit geringen Nebenwirkungen.

Die Deutsche Krebshilfe fördert das Vorhaben mit 622.000 Euro.

 

Für dieses Projekt konnten Spendengelder von 232.899,56 € gesammelt werden. Wir und die Deutsche Krebshilfe danken allen, die diese Summe möglich gemacht haben!

 

 


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Wo flossen die Spendengelder 2014 hin?

 

Im BC-Jahr 2014 konnten wir durch die Sponsorengelder für die Teilnahme am BC-Tag und durch alle weiteren Spenden insgesamt 220.354,68 € für die Deutsche Krebshilfe sammeln. Die Deutsche Krebshilfe leitete dieses Geld dann an das Netzwerk  Tumorzentren/Onkologischen Spitzenzentren weiter. Zwei Projekte innerhalb dieser onkologischen Spitzenzentren wurden speziell gefördert:

1. CIO-Lotsen

Die meisten Krebspatienten fühlen sich zu Beginn ihrer Behandlung sehr unsicher. Der hektische Klinikbetrieb, die vielen Untersuchungen in den verschiedenen Fachabteilungen in verschieden Etagen und Häusern verunsichert sie und sie fühlen sich total überfordert. Hinzu kommt ihre psychische Anspannung: "Werde ich den Krebs besiegen? Wie geht es zu Hause weiter? Welche Therapien kommen auf mich zu? Und, und, und ….

 

Und hier beginnt die Arbeit der Lotsen.

Im Zentrum für integrierte Onkologie Köln/Bonn gibt es solche Helfer: Die sogenannten CIO-Lotsen stehen den Patienten als persönliche Ansprechpartner während der gesamten Behandlungszeit zur Verfügung. Sie begleiten ihre Schützlinge während der diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen, vermitteln Untersuchungstermine und Gespräche, bringen Mutlose mit den Seelsorgern des Hauses zusammen, hören sich familiäre Sorgen an  und können soziale Hilfen für das Leben der Patienten zu Hause in Bewegung setzen.

Dieses erfolgreiche Konzept soll nun weiter ausgebaut werden, damit noch mehr Krebspatienten von den CIO-Lotsen profitieren können. 

2. Forschung

Das sogenannte Luminal-B-Karzinom ist eine sehr aggressive Brustkrebsart.

Patienten mit diesem Tumor haben nur geringe Heilungschancen. Der Tumor spricht nämlich auf die gängigen Therapien kaum an. Es bilden sich zudem schnell Metastasen und der Krebs breitet sich im Körper aus.

Die an diesem Projekt beteiligten Wissenschaftler vermuten, dass nur ein sehr kleiner Anteil der Krebszellen, die einen Luminal-B-Tumor ausmachen, für diese Eigenschaften verantwortlich ist. Sie wollen diese kleine Untergruppe nun genauer untersuchen. Ihr Ziel ist es, auf molekularer Ebene herauszufinden, wie es zur Therapieresistenz (keiner Therapie zugänglich) und zur Metastasen- Bildung kommt. Sie hoffen, dass ihre Erkenntnisse dazu führen, neue Therapien gegen dies gefährliche Krebsart zu entwickeln. Die Forschung erfolgt in den onkologischen Zentren Berlin, Heidelberg und Regensburg.


Die Arbeit der Deutschen Krebshilfe e.V.

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Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 500.000 Menschen neu an Krebs. Den Betroffenen und ihren Angehörigen zu helfen, ist das wichtigste Anliegen der Deutschen Krebshilfe e.V. Die Deutsche Krebshilfe und ihre Tochterorganisationen finanzieren mit ihren Spendengeldern klinische, wissenschaftliche und soziale Projekte auf allen Gebieten der Krebsbekämpfung. Fast 600 ehrenamtlich arbeitende Fachexperten und externe Gutachter arbeiten unter dem Motto Helfen. Forschen. Informieren.

Die Deutsche Krebshilfe finanziert sich ausschließlich aus Spenden und freiwilligen Zuwendungen der Bevölkerung. Öffentliche Mittel stehen ihr nicht zur Verfügung. Dies versetzt sie allerdings auch in die Lage, über die Vergabe der ihr anvertrauten Gelder jederzeit unabhängig entscheiden zu können.

Zu den wichtigsten Projekten der Deutschen Krebshilfe zählen u.a.:

  • Tumorzentren/Onkologische Spitzenzentren
  • Zentren für erbliche Tumorerkrankungen
  • Palliativmedizin und Schmerztherapie
  • Akute klinische Notstände
  • Medizinische Nachsorge
  • Psychosoziale Betreuung
  • Krebs-Selbsthilfe
  • Versorgung krebskranker Kinder
  • Informations- und Beratungsdienst
  • Härtefonds für krebskranke Menschen in finanzieller Not

Mit einem organisatorischen Verbundsystem zwischen Universitätskliniken, den Krankenhäusern der Region sowie den niedergelassenen Ärzten schuf die Deutsche Krebshilfe eine wesentliche Voraussetzung für eine bessere Versorgung von Tumorpatienten in allen Regionen Deutschlands. Mehr noch: Diese Zusammenarbeit leitete in Deutschland einen ganz neuen Prozess ein - erstmals wurden Behandlungsstrategien standardisiert und durch klinische Krebsregister optimiert.


 

Unsere Partnerveranstaltung in Schleswig-Holstein:

www.bigchallenge-sh.de